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Die Kasbah von Algier
Welterbe · Algier

Die Kasbah von Algier

Die osmanische Medina von Algier, die in einem Labyrinth aus Gassen, Treppen und Palästen vom Hügel zur Bucht hinabfällt.

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Kurz gefasst. Die Kasbah von Algier ist die Altstadt der Hauptstadt, erbaut auf einem Hügel, der zum Mittelmeer abfällt. Als befestigte osmanische Stadt ab dem 16. Jahrhundert auf älteren Fundamenten entwickelt, bewahrt sie Paläste, Moscheen, Hammams und ein dichtes Stadtgefüge aus Gassen und Treppen. Seit 1992 gehört sie zum UNESCO-Welterbe.

Eine senkrechte Stadt

In der Kasbah gibt es keine ebene Straße. Alles ist Steigung, Stufe und überdachter Durchgang, und das Gefüge ist ebenso auf Gemeinschaftsleben wie auf Verteidigung angelegt: nach innen gewandte Hofhäuser, verbundene Dachterrassen, private Sackgassen. Man durchquert sie nicht, man tritt in sie ein.

Was man sieht

Die Zitadelle auf der Kuppe, der Palast der Rais (Bastion 23) am Wasser, die Ketchaoua-Moschee an der Nahtstelle zur Kolonialstadt, die Djamaa el-Kebir, mehrere restaurierte osmanische Häuser und die Blicke über die Bucht von den Dachterrassen. Vieles, worauf es ankommt, liegt hinter Türen: Der Besuch hängt wesentlich davon ab, wer Sie begleitet.

Geschichte und Erinnerung

Die Kasbah ist auch ein Erinnerungsort des Unabhängigkeitskriegs: In ihren Gassen spielte sich 1957 die Schlacht um Algier ab, und das Viertel bleibt im algerischen Bewusstsein eng mit dieser Geschichte verbunden.

Wie man sie besucht

Mit Guide, ohne Zögern. Nicht aus Sicherheitsgründen — das Viertel ist bewohnt und gastfreundlich —, sondern weil Orientierung unmöglich ist und der Zugang zu Palästen und Terrassen über die Menschen führt, die dort leben. Festes Schuhwerk: Das Pflaster ist steil und bei Regen rutschig.

Häufige Fragen

Ist die Kasbah sicher?

Ja. Es ist ein bewohntes, gastfreundliches Viertel; die Schwierigkeit ist die Orientierung, nicht das Sicherheitsgefühl. Wie überall gilt: Telefon und Tasche unauffällig tragen.

Braucht man einen Guide?

Sehr zu empfehlen. Das Labyrinth ist ohne Anhaltspunkte tatsächlich unpassierbar, und das Wesentliche — Höfe, Terrassen, Paläste — liegt hinter Türen, die ein lokaler Guide öffnen kann.

Wie viel Zeit einplanen?

Zwei bis vier Stunden, je nach Tempo und Zahl der besichtigten Häuser. Es ist ein Besuch zu Fuß, bergauf und bergab.

Was gibt es in Algier sonst zu sehen?

Die Große Moschee von Algier, das Märtyrerdenkmal, das Bardo-Museum, den Versuchsgarten von Hamma, die Basilika Notre-Dame d'Afrique und die Arkadenboulevards an der Uferpromenade.

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