Oran
El Bahia, die Strahlende — Algeriens zweitgrößte Stadt, Wiege des Raï, zu Füßen des Forts Santa Cruz.
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Ist Algier die stolze Hauptstadt, so ist Oran die entspannte, dem Meer zugewandte Cousine — El Bahia, »die Strahlende«. Ein Hafen des Westens mit sonnigem Temperament und musikalischer Seele (hier ist der Raï zu Hause), mit einem Stadtbild, das spanische, osmanische und französische Geschichte geformt haben — das natürliche Tor zum Westen.
Ein wenig Geschichte
Oran wurde im 10. Jahrhundert von andalusischen Kaufleuten gegründet und stand zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert lange unter spanischer Herrschaft — ein Erbe, das in Forts und alten Kirchen sichtbar ist —, bevor die osmanische und dann die französische Zeit folgten.
Der Raï und die Stadt
Der Raï, im 20. Jahrhundert in Oran und seinem Hinterland entstanden, verbindet Beduinengesang, andalusische Melodik und moderne Klänge; von Cheikha Rimitti bis Khaled eroberte er die Welt. Sehenswert: Fort und Kapelle Santa Cruz für das Panorama, die Uferpromenade und die heiße Calentica (Karantika) der Imbissstände.
Häufige Fragen
Wofür ist Oran berühmt?
Als Wiege des Raï, für seine Uferpromenade und Cafékultur, das spanische Fort Santa Cruz über der Bucht und sein spanisches, osmanisches und französisches Erbe. Es ist Algeriens lässigste Großstadt.
Lohnt sich Oran?
Ja — eine schöne Küstenlage, ein reiches Musik- und Nachtleben, eine eigene Küche und leichter Zugang zu Tlemcen und den Stränden des Westens. Zwei Tage in der Stadt und ein Tag in Tlemcen sind ein ausgezeichnetes Programm.
Was ist Raï?
Ein algerisches Populärmusikgenre, im 20. Jahrhundert in Oran und Umgebung entstanden, das Beduinengesang, andalusische Einflüsse und moderne Klänge vereint. Cheikha Rimitti und später Khaled trugen ihn aus den örtlichen Kabaretts in die ganze Welt.
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